Sonntag, 8. August 2010

How to Print a Photocopy on Fabric

So kommt der Fisch auf das T-Shirt:

Fotokopie mit Gesicht nach unten auf den Stoff legen, Lösung auftragen, mit Löffel anreiben und so den Toner auf den Stoff übertragen. Dann mit Stoffmalfarben bemalen und nach dem Trocknen von links bügeln.
Lay the photocpied fish on the fabric. Apply the solvent (f.e. 3M Scotch Easy clean pen or essential lavender oil) on the back and rub with a spoon or a brush handle to transfer the toner to the fabric. Let it dry and color the fish with fabric paints (for bright fabrics!) and/or ArtMarker for fabric. Let it dry again and iron as indicated on the instructions of the fabric paint.

Material:
Ich werde von keinem der genannten Hersteller gesponsert.
  • Fotokopie des Motivs (Achtung: wird nachher seitenverkehrt. Mit Laserausdruck oder Tintenstrahldruck funktioniert diese Technik leider nicht!)
  •  T-Shirt oder Stoff, der bedruckt werden soll
  • Karton als Unterlage
  • evtl. Temporärer Klebespray (wie z.B. 404 von Odif) oder Haftklebespray (wie Creativ Mount von 3M) keinen "normalen" Sprühkleber nehmen! Es soll sich schließlich wieder lösen lassen.
  • Stück Klebeband
  • Mittel, das Toner anlöst wie z.B. Lavendelöl*, Nitroverdünnung oder der Easy Clean Pen von Scotch 3M (Der Etikettenlöser Solvent 50 müsste auch funktionieren. Ich habe ihn aber noch nicht ausprobiert.)
  • Löffel oder Pinselstiel zum Anreiben und evtl. ein Borstenpinsel zum Auftragen
  • Stoffmalfarbe (für helle Stoffe(!) wie Marabu Textil, waschbar bis 60°) und ein Pinsel
  • evt. Stoffmalstifte wie  Artmarker von Javana und Gel Roller for Fabric von Pentel
1. Motiv fotokopieren.
Soll z.B. Schrift nachher seitenrichtig sein, dann muss die Fotokopie seitenverkehrt angelegt werden. Dazu kann man erst auf Folie kopieren oder ausdrucken und diese dann mit der Tonerschicht nach oben auf das Vorlagenglas des Fotokopierers legen. So wird die Kopie davon seitenverkehrt, wie sie hierfür benötigt wird.

2. Karton mit Haftklebespray einsprühen und unter den Stoff legen (oder in das T-Shirt). Das Spray ist kein Muss, macht es aber einfacher, damit der Stoff sich beim aufreiben des Motivs und beim bemalen nicht verzieht. Ansonsten einfach den Karton ohne Spray unterlegen.

3. Kopiertes Motiv mit dem Gesicht nach unten auf den Stoff legen und mit einem Stück Klebestreifen an einer Seite fixieren (darf nicht über das Motiv gehen) So kann man nachher die Kopie leichter anheben, um vorsichtig nachzuschauen, ob alles übertragen ist,  ohne dass die Vorlage verrutscht.


4. Kopie festhalten, damit nichts verrutscht, Lösung z.B. mit Borstenpinsel sparsam auftragen, kurz einwirken lassen und dann die Kopie mit dem Löffelrücken oder Pinselstiel anreiben


5. Wenn alles übertragen ist, die Kopie entfernen und den Stoff etwas trocknen lassen.


6. Nach Belieben mit Stofffarben und/oder -stiften bemalen.
Wenn die Kanten richtig akkurat sein sollen, dann kann man aus weiteren Kopien für jede Farbfläche eine Schablone schneiden und die Farbe mit einem Schablonierpinsel auftragen. Für diese Akkuratesse fehlt mir aber gerade die Geduld ;-)



7. Nach dem Trocknen das Motiv von links bügeln.

8. Fertig!

Ich habe das T-Shirt bei 60 Grad in der Maschine gewaschen und der Fisch leuchtet noch wie vorher. Vermutlich "versiegelt" das Acryl der Stofffarbe den Toner zusätzlich. Wie gut der Toner die Wäsche ohne Übermalung aushält, habe ich noch nicht ausprobiert. Jemand von Euch?

Das funktioniert normalerweise auch mit Farbkopien, nur dummerweise nicht mit der, die ich im Copyshop extra habe machen lassen :-((
Der Toner zeigte sich nämlich von den Lösungsmitteln genauso unbeeindruckt wie der Toner des Laserdruckers. Ich fürchte, es kommt gerade eine neue Generation von Tonern auf den Markt, mit der diese Technik nicht mehr funktioniert.

Noch was: Der Easy-Clean-Pen ist mit Sicherheit eine der teuersten Lösungen, da nicht so viel Lösung drin ist, wie in Flaschen. Da ich ihn sowieso da hatte, habe ich ihn nur aus Bequemlichkeit genommen.

*ätherisches (!) Öl, siehe auch Kommentar von Sabine
Bezugsquellen sind auf der Seite "Tutorials + Links" zu finden. Unter "dies und das".

Kommentare:

  1. Danke für die Anleitung!
    lg Petra

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  2. Herzlichen Dank für die aussführliche Anleitung. schöner Abend wünscht dir Tanja

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  3. Ich hab´s neulich mit Lavendelöl probiert - das klappt prima und entspannt ganz wundervoll ;-)

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  4. Danke. Es sieht gar nicht schwer aus.
    Werde ich es aus probieren.
    Grüße con Liebe aus Hamburgo, Gisela

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  5. Danke für die ausführliche Anleitung! Das Vorgehen und das Ergebnis ist wie beim Lavendeldruck, und das anschließende Anmalen finde ich total schön!
    Die Lavendeldrucke (ohne Übermalen) waschen wir per Hand oder Maschine bis zu 40°C (Waschmittel ohne Bleiche!): auch nach mehrfachem Waschen verändert sich der Druck nicht.
    Noch zu den Ausdrucken: Manchmal liegt es nicht am Toner sondern am Papier. Je "besser" das Papier ist, desto langsamer wirkt das Lösungsmittel (egal, was benutzt wird). Es lohnt sich, wenn das Abreiben nicht sofort funktioniert, etwas zu warten (10-15 Minuten). Dann hat das Lösungsmittel Zeit, durchs Papier zu kriechen...
    Liebe Grüße, Sabine

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  6. Danke, Sabine! Gut zu wissen, dass der Toner auch unbemalt die Wäsche gut übersteht.
    Und danke, dass du mich überhaupt wieder zu dieser Technik gebracht hast. Früher habe ich das häufig mit Nitro gemacht. Das wurde mir aber zu stinkig. Diese Lavendelöltechnik riecht zwar auch heftig, ist aber wesentlich angenehmer :-)) Diese Etikettenlöser von 3M riechen übrigens nach Orangenöl.

    Zu deiner Anmerkung, was die Ausdrucke angeht: Daran kann es bei mir (leider) nicht gelegen haben, da die Papierqualität bei allen Versuchen dieselbe war. Schade schade, kurz hatte ich Hoffnung ;-)

    Liebe Grüße,
    Anja

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  7. Öhm und jetzt ich wieder:

    Wo bekomm ich denn das Lavendelöl? Ich geh nicht davon aus das ihr die 10% igen von We.de.la zum Beispiel benutzt oder??

    Dieses Shirtbedrucken könnte mir ernsthaft Spass machen. :)

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  8. Hallo Mo,
    man nimmt dazu ein reines ätherisches Lavendelöl (Lavandin ist am preiswertesten). Man bekommt es zum Beispiel in Bioläden, in der Apotheke usw. Auf keinen Fall ein Öl das mit einem "fetten Öl" gemischt ist (das also für Massage o.ä. geeignet ist).
    Wichtug ist auch, dass das ätherische Öl nicht gemischt ist, also 100% rein ist.
    Viele Grüße, Sabine

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  9. Wow, gefällt mir!
    Da habe ich zu vielen meiner Themen gleich ´ne zündende Idee.

    vielen Dank
    mit farbenfrohen und Kreativen Grüßen
    Nicole

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