Freitag, 2. Januar 2009

Erbstück


Dies ist ein Leinentuch, mit Kreuzstichmustern verziert. Meine Urgroßmutter hat es als junges Mädchen gefertigt. Etwa gegen Ende des 19. Jahrhunderts muss das gewesen sein. Diese Tücher wurden dann über eine Stange vor den Trockentüchern gehängt, um diese hübsch zu kaschieren. Ich benutze es zur Abdeckung meines Monitor-Zeichentabletts, hänge es am liebsten so weit nach hinten über, dass aus dem zögerlichen Charakter des Spruchs eine Aufforderung wird: dann beginn's! (und denk nicht so viel ;-))
Es ist ein schönes Gefühl, wenn ich zum Feierabend das Tuch über den Monitor lege und mir vorstelle, wie ein kleines Mädchen vor über hundert Jahren in mühevoller Handarbeit genau dieses Tuch bestickte.

Kommentare:

  1. Das verleiht dem Begriff "Bildschirmschoner" eine neue Bedeutung. :-)
    In einer Zeit immer größer werdender Screens (egal, ob Rechner oder TV), die einem im ausgeschalteten Zustand ihre dunkle Seite zeigen, ist es nett, ein hübsches/witziges Deko-Rollo ziehen zu können.
    Vermutlich werden die TV-Schirme auch nur deshalb immer größer, weil die Leute das Gerät dann nicht ausschalten - aus Angst vor dem großen "schwarzen Loch". Was ja gut für die Sender ist. Das TV-Programm ist es jedenfalls nicht, das einen vom Aus-Knopf fernhält ...

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  2. Jetzt wo du es sagst ...
    Mich hat tatsächlich dieses "schwarze Loch" gestört. Obwohl der Rechner meistens in Betrieb ist (was zu beweisen war ;-))

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