Samstag, 12. April 2008

Visitenkarten

... sind ein Thema, mit dem ich mich immer wieder beschäftige. Früher – in meinem Leben als Grafikerin – gehörte der Entwurf von Visitenkarten zu meiner "Brotarbeit". Ich gestehe: auch ich gehörte zu der Sorte von Gestaltern, für die der Text vorrangig einen Grauwert darstellt. Rein optisch betrachtet. Sollte Ihnen das fremd sein: kneifen Sie die Augen so weit zusammen bis nur noch schmale Schlitze bleiben. Dann schauen Sie, was Sie jetzt noch von diesem Text jetzt noch sehen.
So oder so war und ist es eine besondere Herausforderung, Visitenkarten zu gestalten. Das Format setzt Grenzen. Ich kann zwar eine Speisekartengroße Visitenkarte entwerfen. Für Aufmerksamkeit sorgt das allemal. Aber die gängigen Brieftaschen und Aufbewahrungsbehältnisse (des Empfängers) setzen hier deutliche Grenzen. Auffallen soll die Visitenkarte bitte schön, damit mich der Kunde in Erinnerung behält. Sie soll zur Firma passen. Und nebenbei muss der Text auch noch ansprechend untergebracht werden. Und und und ...

In meinem heutigen Leben als Illustratorin gestalte ich nur noch meine eigenen Visitenkarten. Der viele Text ödet mich an. Darum habe ich jetzt eine "Lean"-Variante entworfen. Ob jeder Empfänger damit umgehen kann? Ist es zu umständlich, die Adresse über das Internet nachzuschlagen? Ich weiß es nicht. Und ehrlich gesagt, habe ich mich bislang auch erst ein Mal getraut, sie zu überreichen. Solange von den alten noch genug da sind ... ;-) Dieses Thema wird mich wohl nie komplett loslassen.

Umso mehr interessiert mich immer noch zu sehen, wie schick es die anderen lösen.
via

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