Dienstag, 3. Juli 2007

Die Satzkünstlerin (oder muss es Setzerkünstlerin heißen?)

Aufregung am Morgen. Ein aktueller Auftrag begann zusehends auszuufern.
Ich illustriere ein Buch aus einer Reihe, in der ich schon einige Bände illustriert habe. Selber Vertrag, selbes Honorar. Nun schien mir der Illustrationsanteil etwas fülliger zu sein, als bei den anderen. Da Gefühle bekanntlich täuschen können, zählte ich die Illustrationsseiten aller bisherigen und der beiden anstehenden Bände durch. Der zu illustrierende Anteil ist um dreißig Prozent angewachsen.! Ich rief die Lektorin an, konfrontierte sie mit meiner Entdeckung und stellte sie vor die Alternative "mehr Geld" oder "weniger Illus" . Mein Vorzug hätte der "weniger Illus"- Variante gegolten. Und siehe da: nachdem sie das geprüft hat, teilte sie mir mit, dass ich eine neue Satzfahne bekäme. Der Illustrationsanteil solle reduziert werden.

Nun bin ich sehr gespannt, wie die Setzerin das Kunststück fertigbringen will. Die Seitenanzahl ändert sich nicht, Textmenge, Schriftgröße, Zeilenabstand und Satzspiegel bleiben gleich. WIE macht sie das? Mein Geist scheint ziemlich beschränkt zu sein, dass mir keine Lösung dazu einfällt. Was habe ich übersehen? Selten habe ich Druckfahnen mit größerer Spannung erwartet ;-))

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