Sonntag, 11. Februar 2007

Schönes Scheitern

In der aktuellen Ausgabe dem Wirtschaftsmagazin brand eins habe ich heute ein weises und ermutigendes Interview mit Alberto Alessi entdeckt. Er spricht über die Notwendigkeit des Scheiterns bzw. der Grenzgänge. Was als Sprichwort unter "wer nicht wagt, der nicht gewinnt" allgemein bekannt ist, gewinnt hier eine neue Dimension. Unternehmen müssen Neues wagen – umso mehr eine Firma für designte Küchenutensilien –, um sich längerfristig an der Spitze behaupten zu können. Doch die meisten bleiben lieber auf der sicheren Mainstream Seite, ehe sie sich die Finger (und viel Geld) verbrennen. Denn Neues zu wagen kann auch grandios zu scheitern bedeuten. Und das kann sich Alberto Alessi als Mitglied eines Familienunternehmens eher leisten, als ein Manager eines börsennotierten Unternehmens. Aber der Kern betrifft das Wesen von Kreativität. Unsicherheit, Experimentierfreude, Unberechenbarkeit, Spiel, Zweckungebundenheit – die Kreativität braucht all das, den Unternehmer schreckt es naturgemäß. Mit fast kindlicher Freude führt Alessi seine Misserfolge an. Denen stehen allerdings wesentlich mehr Erfolge gegenüber.
Das Interview ist spannend zu lesen! Tipp: wer sich das Heft nicht kaufen mag, der findet den Bericht ab nächsten Monat im Brand eins Archiv.

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