Montag, 8. Januar 2007

Vom Klopapier zum Bücherregal, die Kunst der Sortierung


Als Illustrator muss man sich in der Berufsgenossenschaft pflichtversichern. Bei der BG Druck und Papier. Diese Berufsgenossenschaft versichert Unternehmenszweige von "Grafik" über "Fotografie" und "Druck" bis hin zur "Herstellung von (...) Toilettenpapier". Ob Kunst oder Toilettenpapier – Hauptsache, es hat mit Papier zu tun. Das ist so schlicht gedacht, dass ich es schon wieder gut finde.
So wie ich Bücher im Regal am liebsten nach Farben sortiert habe. Als ich endlich dem Drang nachgab, statt mich von wohlmeinenden Zeitgenossen eines Besseren belehren zu lassen, machte ich eine verblüffende Entdeckung: Die meisten Themenbereiche haben eine vorrangige Umschlagfarbe. So kann man eine wunderbare optische Ruhe ins Buchregal zaubern, ohne die Themen auseinanderzureißen: Von rotorangenen Titeln (Brain script, Permission marketing, Unverwechselbar, Purple cow, Die Macht des Einfachen, ...) über einen angenehmen Schwarzkontrast (Differenzieren oder verlieren, Gesetze für Revolutionäre, The art of the start, Die Entstehung der Marken, Markenkids) , über grau und silber (ich verrate jetzt nicht alles), weiß und zum blau. Damit sind wir in der Luftfahrtabteilung angekommen. Bei der Belletristik versagt das Farbkonzept leider. Macht nichts. Die verschenke ich sowieso, sobald ich sie gelesen habe.

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