Samstag, 6. Januar 2007

Termindruck

Die Briefe muss der Postler ausnahmsweise schon vormittags in den Briefkasten gesteckt haben. Es war alles etwas angefeuchtet. Auch der Auftrag für einige Seiten Schulbuchillustrationen. Wunschtermin des Verlags: Mitte der Woche sollen die fertigen Illustrationen bei ihnen sein. Das heißt für mich: Am Montag telefonisch die wirren Manuskripte und handschriftlichen Anweisungen mit dem zuständigen Redakteur durchgehen, um zu erfahren, WAS ich überhaupt zeichnen soll. Dann möglichst bis Dienstag früh ein Fax der fertigen Konturzeichnungen hinschicken, auf eine zügige Freigabe bzw. Korrekturwünsche hoffen, Korrekturen ausführen und colorieren bis Mittwoch. Wenn die Post gnädig ist, dann sind die Sachen bis Donnerstag im Verlag. Oder ich schicke sie per Express. Das zahlt aber nicht der Verlag. Also riskiere ich vielleicht doch lieber, dass die Bilder erst am Freitag zugestellt werden. Diese engen Termine sind einer der Gründe, weshalb ich der Werbung den Rücken gekehrt habe, und was ich an der Arbeit mit Verlagen schätze. Naja, noch sind solche kurzen Termine zum Glück die Ausnahme. Ach ja, am Montag möchte ein anderer Verlag auch noch gerne Arbeitsproben haben. Da muss ich noch in dem Vertrag nachschauen, ob das zu dem anderen Verlagsprojekt in Konkurrenz treten könnte. Ausschlussklausel. Werden die in denselben Bundesländern erscheinen? Das muss ich noch klären. Merkwürdigerweise sind die Schulbücher, Arbeitshefte und was noch alles dazugehört von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Und nicht jeder Verlag bringt seine Bücher für jedes Bundesland heraus.
Aber jetzt ist erstmal Wochenende.

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