Freitag, 29. Dezember 2006

Kantapper, kantapper

Ich illustriere Bücher für Verlage. Der "Normalfall": Ein Verlag ruft mich an und fragt, ob ich Zeit und Lust hätte, einen Text zu illustrieren. Manchmal – seltener – schreibe ich auch die Texte selber. Der Verlag gibt dann Thema, Konzept, Format und Umfang vor. Meist findet das im Rahmen einer bestehenden Reihe statt. Wie z.B. die PIXI-Bücher oder Pappbilderbücher. Manchmal denke ich mir auch etwas Eigenes aus und biete es Verlagen an.

JETZT habe ich ein Buch in Eigenregie herausgegeben.
Ein Kollege fragte ganz erstaunt: "Hast du keinen Verlag dafür gefunden?"
"Ich habe es keinem Verlag angeboten." sagte ich.
Ich wollte endlich mal ein Buch machen, das so wird, wie ich es mir vorstelle. Wie ich mir vorstelle, dass Kinder es haben möchten: Viele Bilder, wenig Text. Der Inhalt: Vier Märchen, die nah am Original sind und in den üblichen Märchensammlungen nicht auftauchen. Als Taschenbuch klein genug, dass man es auch unterwegs dabei haben kann.

Einziger Abstrich: Die Illustrationen sind nicht farbig, sonst wäre es zu teuer geworden. (Naja, abgesehen davon, dass Books on Demand die Bücher grundsätzlich quer zur Laufrichtung des Papiers bindet. Woran man das merkt? Das Buch "sträubt sich" beim Öffnen etwas und die Seiten ragen sperrig in die Luft, statt sich zu biegen. Merkt vermutlich kein Schwein, aber ich hasse das. Ansonsten finde ich das Konzept von Books on Demand ganz hervorragend.)
Und das Buch konnte auf diese Art zügig, d.h. ohne jahrelangen Vorlauf erscheinen.

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